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Luftqualität in der Schweiz: wo nachsehen und was tun

Das BAFU veröffentlicht aktuelle Daten zur Luftbelastung; die Kantone informieren ab 180 µg/m³ Ozon. An Ozontagen Sport morgens oder nach Sonnenuntergang.

Aktualisiert 2026-10-28· 6 amtliche Quellen· Read in English

Übersetzt aus der englischen Seite, geprüft am 2026-10-27. Die Titel der Quellen stehen in ihrer Originalsprache.

Kurz gesagt. Die aktuelle Luftbelastung finden Sie auf der Website des Bundesamts für Umwelt (BAFU) oder in den kostenlosen Apps airCHeck und MeteoSchweiz 12. Die zwei saisonalen Probleme sind das Ozon im Sommer, wenn die Kantone die Bevölkerung ab 180 µg/m³ informieren, und der Feinstaub im Winter bei Inversionslagen 13. An Tagen mit hohem Ozon können Sie wie gewohnt nach draussen gehen, Sport treiben Sie aber besser am Morgen oder nach Sonnenuntergang 1.

Wo kann ich die aktuelle Luftqualität in der Schweiz nachsehen?

Die Seite «aktuelle Daten» des BAFU zeigt die Schadstoffwerte des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (NABEL) sowie der kantonalen und städtischen Messnetze und modelliert daraus die Luftqualität für das ganze Land 2. Sie weist darauf hin, dass die Konzentrationen vor Ort höher oder tiefer sein können als die gemittelten Werte auf den Karten 2. Das BAFU verweist ausserdem auf die kostenlosen Apps airCHeck und MeteoSchweiz sowie auf ozon-info.ch für aktuelle Ozoninformationen 1.

Was bedeuten die Werte?

Auf den von uns gelesenen Seiten des BAFU haben wir keinen nationalen öffentlichen Index mit Gesundheitsstufen gefunden; wenn Ihr Kanton einen veröffentlicht, verwenden Sie dessen Skala. Die nationalen Richtgrössen für Ozon sind 1:

Ozonwert Was er bedeutet
120 µg/m³ Grenzwert der Luftreinhalte-Verordnung, im Sommer immer noch oft grossflächig überschritten
180 µg/m³ Die Kantone informieren die Bevölkerung bei akuten Smogepisoden aktiv
Über 240 µg/m³ Spitzen, die heute kaum mehr vorkommen

Nördlich der Alpen erreichen die Spitzen heute 150 bis 180 µg/m³, im Tessin liegen sie höher 1. Wie solche Indizes allgemein funktionieren, erklärt der Ratgeber zum Luftqualitätsindex.

Wie stark ist die Schweizer Luft im Durchschnitt belastet?

Der Jahresmittelwert für Feinstaub (PM2,5) lag in der mittleren Schweizer Stadt 2021-2023 bei etwa 9 µg/m³, gegenüber einem WHO-Richtwert von 5 µg/m³ 46. Stickstoffdioxid (NO2) lag bei etwa 10,5 µg/m³, gegenüber einem WHO-Richtwert von 10 µg/m³ 56. Es handelt sich um bevölkerungsgewichtete Medianwerte über 1567 Städte, und der NO2-Wert ist eine regionale Hintergrundbelastung über rund 80 km: An einer stark befahrenen Strasse ist er höher.

Das BAFU hält fest, dass die Feinstaub-Grenzwerte bei winterlichen Inversionslagen weiterhin überschritten werden können 3 und dass der Ozon-Grenzwert im Sommer immer noch oft grossflächig überschritten wird 1.

Was soll ich an einem Tag mit hohem Ozon tun?

Die Empfehlungen des BAFU 1:

  • Sie müssen nicht drinnen bleiben, und Kinder sollen nicht vom Spielen im Freien abgehalten werden.
  • Sport und Freizeitaktivitäten verlegen Sie am besten auf den Morgen oder nach Sonnenuntergang, wenn die Ozonwerte tiefer sind.
  • Vermeiden Sie intensive körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit.
  • Empfindliche Personen achten auf Warnsignale ihres Körpers; wer wiederholt Beschwerden hat, sollte eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Laut BAFU reagieren etwa 10 bis 15 % der Schweizer Bevölkerung besonders stark auf hohe Ozonwerte, und Asthmatikerinnen und Asthmatiker reagieren oft stärker als gesunde Personen 1. Siehe Ozontage und Empfindliche Personen und belastete Luft.

Und bei Wintersmog oder Rauch?

Bei winterlichen Feinstaubepisoden folgen Sie den Informationen Ihres Kantons; siehe Belastungsepisode. Bei Rauch von Bränden siehe Rauch von Waldbränden, Masken gegen Rauch und Raum mit sauberer Luft. In Ihrem Haushaltsplan können Sie festhalten, wer zu Hause empfindlich auf belastete Luft reagiert.

Häufige Fragen

Sollen Kinder in der Schweiz bei hohem Ozon drinnen bleiben?

Nein. Laut BAFU sollen Kinder nicht vom Spielen im Freien abgehalten werden; intensive Anstrengungen sollten während der heissesten Tageszeit vermieden werden 1.

Wann ist die Ozonbelastung am tiefsten?

Am Morgen und nach Sonnenuntergang, so das BAFU 1.

Wer warnt die Bevölkerung vor Smog?

Die Kantone. Sie informieren die Bevölkerung aktiv, sobald das Ozon 180 µg/m³ überschreitet 1.

Ist die Schweizer Luft sauberer als der WHO-Richtwert?

Bei PM2,5 nicht: Die mittlere Stadt liegt bei etwa 9 µg/m³, gegenüber 5 µg/m³ 46. Die NO2-Hintergrundbelastung liegt nahe beim Richtwert von 10 µg/m³ 56.

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Quellen

  1. Bundesamt für Umwelt BAFU · Ozon und Sommersmog in der Schweiz – Faktenblatt des Bundesamts für Umwelt BAFU geprüft am 2026-10-27
  2. Bundesamt für Umwelt BAFU · Luftbelastung: aktuelle Daten geprüft am 2026-10-27
  3. Bundesamt für Umwelt BAFU · Luftbelastung geprüft am 2026-10-27
  4. Atmospheric Composition Analysis Group (ACAG), Washington University in St. Louis · Surface PM2.5, V6.GL.02.04 geprüft am 2026-10-27
  5. Copernicus Atmosphere Monitoring Service · CAMS global reanalysis (EAC4) geprüft am 2026-10-27
  6. World Health Organization · WHO global air quality guidelines geprüft am 2026-10-27